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Wetter in Nordchina: Klima, Jahreszeiten und monatliche Durchschnittstemperaturen

Sarah Naumann lebt seit langem in Shanghai und ist eine China-Reiseexpertin. Derzeit schreibt sie für den Flying Blue China Club von Air France.

Jillian Dara ist freiberufliche Journalistin und Faktencheckerin. Ihre Arbeiten sind in Travel + Leisure, USA Today, Michelin Guides, Hemispheres, DuJour und Forbes erschienen.

Hikers walking at Great Wall of China during winter

Nordchina ist eine riesige Region mit sehr unterschiedlichen Klima- und Wetterbedingungen. In den Regionen Innere Mongolei, Peking und Harbin reichen die Temperaturen von unter dem Gefrierpunkt in den Wintermonaten bis zu brütender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer. 

Obwohl es schwierig ist, eine so große Region zu verallgemeinern, ist das Klima weitgehend kontinental, mit trockenen, eisigen Wintern und warmen, regnerischen Sommern. In den Wintermonaten wird die Region von kalter Luft aus dem nahen Sibirien beeinflusst, während im Sommer die Monsunzeit herrscht. Außerhalb der Sommermonate ist es im Nordosten Chinas meist trocken. In der Regel ist die Region sehr sonnig, mit durchschnittlich 2.700 Sonnenstunden pro Jahr. 

Beliebte Städte in Nordchina

Harbin

Harbin ist nicht umsonst als “Eisschloss” bekannt. Harbin hat lange eisige Winter und kurze Sommer. Es ist nicht ungewöhnlich, dass fast die Hälfte des Jahres mit Schnee bedeckt ist. Im Januar kann die Temperatur in Harbin auf bis z u-35 Grad Fahrenheit (-37 Grad Celsius) fallen, aber die Sommertemperaturen übersteigen selten 70 Grad Fahrenheit (21 Grad Celsius). 

Shenyang

Das Klima in Shenyang wird durch den chinesischen Monsun beeinflusst, mit heißen und feuchten Sommern und kalten, trockenen Wintern. Die Stadt hat vier ausgeprägte Jahreszeiten, wobei die Temperaturen stark schwanken: von durchschnittlich 12 Grad Fahrenheit (-11 Grad Celsius) im Januar bis zu 76 Grad Fahrenheit (24 Grad Celsius) im Juli. Die meisten Niederschläge fallen im Juli und August. 

Autonome Region Innere Mongolei

Die Innere Mongolei ist eine riesige Region im Norden Chinas mit einem sehr unterschiedlichen Klima. Die Winter sind recht kalt mit häufigen Schneestürmen, während die Sommer heiß und kurz sind. Das Klima ist im östlichen Teil der Region meist trocken und im östlichen und südlichen Teil feucht. Es gibt große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, daher sollten Reisende darauf vorbereitet sein.

Peking

Das Klima in Peking unterscheidet sich leicht von dem in weiten Teilen Nordchinas. Als eine der bevölkerungsreichsten Städte des Landes herrscht in Peking ein feuchtes Kontinentalklima mit starken Monsuneinflüssen. Im Frühjahr wird die Stadt gelegentlich von Sandstürmen aus der Wüste Gobi heimgesucht, aber die meiste Zeit über ist es trocken. Der meiste Regen fällt zwischen Juni und August. 

Winter in Nordchina

Die Winter in Nordchina sind lang und kalt und dauern von Ende November bis März. Die Temperaturen liegen oft unter dem Gefrierpunkt, und es kann viel Schnee geben, vor allem, wenn Sie den hohen Norden besuchen. Im Norden gibt es zahlreiche Winteraktivitäten, darunter das Harbin Ice & Snow Festival und Skifahren.

Was Sie mitbringen sollten: Es ist ein ziemlich trockener Winter und Ihre Haut wird sehr trocken und gespannt sein. Sie können Schichten von zu Hause mitbringen, aber wenn Sie nicht zu viel einpacken wollen, können Sie auf den Märkten in Peking eine Menge Winterkleidung kaufen (das gilt für jede Stadt, die Sie besuchen). Die Chinesen tragen im Winter lange Unterwäsche und viele Schichten, Sie werden also alles finden, was Sie brauchen. Wenn Sie im Januar auf der Großen Mauer wandern wollen, werden Sie das brauchen.

Sommer in Nordchina

Im Sommer herrschen die entgegengesetzten extremen Temperaturen. Nur weil die Winter kalt sind, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Sommer in Nordchina kühl sind. Das ist leider nicht der Fall. Die Sommer können extrem heiß und feucht sein. Der Sommer dauert von Mai bis Ende August, kann aber auch im September noch heiß sein.

Was Sie einpacken sollten: Packen Sie so, wie Sie es in einem heißen und feuchten Sommerklima tun würden. Achten Sie auf leichte, atmungsaktive Stoffe (vermeiden Sie z. B. Polyester), aus denen die Feuchtigkeit entweichen kann. Angemessene Kleidung und Flüssigkeitszufuhr sind wichtig, vor allem bei Besichtigungen in der Sonne. Vor allem bei Besichtigungen in Peking gibt es kaum Schatten, also achten Sie auf einen ausreichenden Sonnenschutz.

Frühling in Nordchina

Der Frühling ist die beste Reisezeit, da das Wetter milder ist als im Winter und Sommer. Sicherlich kann es im Frühling regnen, aber Sie werden keine extremen Temperaturen erleben, was das Sightseeing angenehmer macht. In feuchten Städten wie Peking ist es im Allgemeinen angenehm warm, während in den entlegenen Gebieten Nordchinas noch Schnee fallen kann.

Was Sie mitbringen sollten: Bitte bringen Sie Schuhe zum Wechseln und Regenkleidung mit. (Auch diese Dinge können Sie während Ihres Aufenthalts kaufen, so dass Sie nicht extra einpacken müssen).

Herbst in Nordchina

Der Herbst ist eine beliebte Jahreszeit für Reisen nach China. Das Wetter ist in der Regel prächtig, und es gibt viele Gelegenheiten, das Herbstlaub im Norden zu bewundern. Anfang Oktober wird in China der Nationalfeiertag begangen, den Sie daher am besten meiden sollten. Der Inlandsreiseverkehr ist während der Oktoberferien stark frequentiert, die Preise können steigen, und an bekannten Reisezielen ist der Andrang noch größer.

Was Sie mitbringen sollten: Die Temperaturen sinken im Herbst in China stark ab, daher sollten Sie sich in Schichten kleiden: Strickpullover, langärmelige T-Shirts und lange Hosen oder Jeans. In kälteren Regionen wie Harbin sollten Sie Winteraccessoires wie Schals, Handschuhe und Mützen mitbringen.

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